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Oberbürgermeister Horst Schneider besucht Baustelle von Offenbachs modernster Praxisklinik für ambulante Operationen

Die Gesundheitsversorgung der Offenbacher Bevölkerung wird um einen neuen Baustein erweitert: Im Offenbacher KOMM-Center entsteht auf 500 Quadratmetern Offenbachs modernste Praxisklinik mit angeschlossener Facharztpraxis. 2.000 Kassen- und Privatpatienten können hier ab Herbst 2016 unter anderem an Händen, Füßen, Knien, Schultern, Krampfadern, Hämorrhoiden sowie Leisten- und Nabelbrüchen operiert werden. Nach einem Baustellenbesuch zeigte sich Oberbürgermeister Horst Schneider beeindruckt: „Es ist bemerkenswert, welchen Fortschritt die Hochleistungsmedizin inzwischen auch im ambulanten Bereich macht. Ich freue mich sehr, dass dieses Operationszentrum mitten in unserer Stadt entsteht“.

Die neue Praxisklinik in Offenbach ist ein Kooperationsprojekt der Anästhesie Rhein-Main und der Fachärzte Rhein-Main, dem Netzwerk der Emma Klinik. Sie wird Anlaufstelle für zahlreiche Patienten aus der Stadt und dem Landkreis Offenbach sein. Die Fachärzte Rhein-Main sind in Offenbach schon lange tätig: Seit 2008 besteht eine Praxis in der Ziegelstraße 33 und seit 2015 eine weitere Praxis im Stadthof 1. Im KOMM-Center werden diese beiden Praxisstandorte zusammengeführt und an die Praxisklinik angegliedert. „Wir freuen uns sehr, dass wir am neuen Standort unsere Patienten nicht nur untersuchen, sondern, falls nötig, auch ohne lange Wege und Wartezeiten operieren können“, betonen Volker Heuzeroth, Geschäftsführer der Fachärzte Rhein-Main, sowie Thomas Wiederspahn-Wilz, Geschäftsführender Gesellschafter der Anästhesie Rhein-Main.

„Die technische Ausstattung der neuen Praxisklinik entspricht höchsten Anforderungen“, so Dr. med. Thomas Wiederspahn-Wilz. Der Operationssaal verfügt über Reinraum-Lüftungstechnik mit Feinfiltern und dreifach gefilterter Luft, eine Kühlung sowie eine Endoskopie-Abteilung mit hochmodernen  Operations- sowie allen erforderlichen Reinigungs- und Desinfektionsgeräten.

„Neben neuester Technik ist uns beim Bau der Praxisklinik aber auch die Atmosphäre enorm wichtig“, betont Wiederspahn-Wilz beim Baustellenrundgang. „Wir wollen, dass sich unsere Patienten wohl fühlen, denn das ist eine nicht zu unterschätzende Komponente beim Heilungsverlauf. Deshalb erstrahlt die Inneneinrichtung in hellen und freundlichen Farben. Außerdem wird der Innenhof zu einer grünen Oase“, ergänzt Volker Heuzeroth. Gemeinsam investieren die Kooperationspartner rund 1,5 Millionen Euro in das Projekt.

Ambulante Operationen liegen im Trend
„Der Trend zu ambulanten Operationen wird immer stärker. Seit 2002 hat sich die Zahl bundesweit verdreifacht“, weiß Dr. Wiederspahn-Wilz. Dank des medizinischen Fortschritts in der Narkose- und Operationstechnik können sich Patienten heutzutage, nach einer Operation, zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung erholen. Das wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus, senkt das Infektionsrisiko mit Krankenhauskeimen und erspart den Krankenkassen Kosten.

Ambulant operierte Patienten sind mehrheitlich sehr zufrieden mit der Behandlung und Operation. Nach einer Studie der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns bewerten 97 Prozent der Befragten ihre ambulante Operation als ‘sehr gut’ oder ‘gut’. 96 Prozent würden sich wieder ambulant operieren lassen“. „Diese Zahlen decken sich mit den Patientenumfragen im Rahmen unseres Qualitätsmanagements bei den Fachärzte Rhein-Main“, erklärt Volker Heuzeroth.

Ambulant-stationäre Vernetzung
„Ambulant können wir dann operieren, wenn der Patient nicht unter schwerwiegenden Begleiterkrankungen leidet“, so Dr. Wiederspahn-Wilz. Auch muss gewährleistet sein, dass sich zumindest bis zum nachfolgenden Tag eine Person zur Betreuung des Patienten in dessen Haushalt aufhält. Wo dies nicht der Fall ist, wird der Patient stationär aufgenommen und in manchen Fällen dort von den Fachärzten des Netzwerks stationär operiert. Unter anderem deshalb arbeiten die Fachärzte Rhein-Main und die Anästhesie Rhein-Main eng mit Kliniken in der Rhein-Main-Region zusammen. „Offenbach wird Teil eines Modellprojektes der ambulant-stationären Vernetzung, wie sie im Gesundheitswesen schon lange gefordert, aber bisher in Deutschland nur selten umgesetzt wurde“, so Volker Heuzeroth abschließend.

 
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