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Alles beantwortet: Fachärzte Rhein-Main informierten ausführlich rund um das Thema „Krampfadern“

Welche Symptome sind für Krampfadern typisch? Was sind die Ursachen? Und wie können sie möglichst schonend behandelt werden? Diese und viele andere Fragen beantwortete Andreas B. Schmidt, Facharzt für Chirurgie (Gefäßchirurgie, Phlebologie) im Netzwerk der Fachärzte Rhein-Main, bei einem gemeinsamen Informationsabend mit der VHS-Offenbach am vergangenen Donnerstag. Die interessierten Besucher waren der Einladung in die Berliner Straße 77 gefolgt, um sich über eine der häufigsten Gefäßerkrankungen zu informieren – und das mit großer Zufriedenheit. „Jetzt weiß ich endlich, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche sich für mich eignet“, so eine begeisterte Teilnehmerin.

„Im Gegensatz zu Besenreisern sind Krampfadern keinesfalls nur ein kosmetisches Problem, sondern eine ernstzunehmende Venenerkrankung“, so Andreas B. Schmidt. „Erste Anzeichen können schwere, müde Beine, Schwellungen, Juckreiz, Wadenkrämpfe oder starke Schmerzen sein.“

Zur Behandlung stehen im Netzwerk der Fachärzte Rhein-Main neben Standardmethoden wie Stripping, Crossektomie und Mini-Phlebektomie, eine Vielzahl schonender Verfahren zur Verfügung. „Eine sehr moderne Methode ist die Laser- bzw. Radiowellentherapie“, erklärt der Experte. Hierbei wird über einen winzigen Schnitt im Knöchel- oder Unterschenkelbereich eine dünne Sonde in die Stammvene eingeführt und nach oben bis in Kniekehle oder Leiste vorgeschoben. Ist die Sonde richtig platziert, wird die Spitze mittels Laserlicht oder Radiowellen erhitzt. Dies führt beim Zurückziehen der Sonde dazu, dass die Veneninnenwand verklebt, die Krampfader sich verschließt und vom Körper abgebaut wird. „Die Vorteile liegen auf der Hand: kleine Schnitte, die schnell verheilen, kaum Schmerzen und ein sehr geringes Infektionsrisiko“, erklärte Schmidt. „Außerdem kann die Behandlung gut ambulant durchgeführt werden, sodass sich der Patient zu Hause in seiner gewohnten Umgebung erholen kann.“

Ein weiteres modernes Verfahren ist die Schaumverödung. „Hierbei wird über eine dünne Injektionsnadel ein Medikament in die Krampfader eingespritzt. Dadurch entsteht eine Entzündungsreaktion, die die Venenwände verklebt. Die Vene wird anschließend abgebaut“, so der Experte. Bei diesen modernen Verfahren werden Kompressionsstrümpfe maximal zwei Wochen benötigt. Welches Verfahren gewählt wird, muss dabei von dem jeweiligen Krankheitsbild und der Verfassung des Patienten abhängig gemacht werden.

Ausblick
Der nächste Infoabend der Fachärzte Rhein-Main findet am Donnerstag, 11. Mai 2017, um 19 Uhr, in Seligenstadt (Riesensaal, Kleiner Saal, Sackgasse 14) statt. Das Thema lautet: „Der schmerzende Arm: Ursache, Diagnose und Therapie“.