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News, Anästhesie

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir eröffnet moderne Praxisklinik für ambulante Operationen in Offenbach

Im Offenbacher KOMM wurde heute Vormittag eine der modernsten Praxiskliniken mit angeschlossener Facharztpraxis eröffnet. Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir zeigte sich beeindruckt: „Offenbach kann sich als Wirtschaftsstandort glücklich schätzen, ein solches Zentrum der Hochleistungsmedizin zu haben“. Bis zu 2.000 Kassen- und Privatpatienten werden hier künftig jährlich unter anderem an Händen, Füßen, Knien, Schulter oder bei Krampfadern, Hämorrhoiden sowie Leisten- und Nabelbrüchen operiert.


„Die technische Ausstattung der neuen Praxisklinik entspricht höchsten Anforderungen“, so Dr. med. Thomas Wiederspahn-Wilz, Geschäftsführender Gesellschafter der Anästhesie Rhein-Main. Der Operationssaal verfüge über Reinraum-Lüftungstechnik mit Feinfiltern und dreifach gefilterter Luft, eine Kühlung sowie eine Endoskopie-Abteilung mit hochmodernen Operations- sowie allen erforderlichen Reinigungs- und Desinfektionsgeräten. Für Hessens Wirtschaftsminister Al-Wazir ist das neue Zentrum auch ein Beispiel für den hohen Standard der Medizintechnik in Hessen: „Beste medizinische Versorgung ist eine wichtige Voraussetzung für den Wirtschaftsstandort Hessen. Deshalb setzt die Landesregierung hier einen Schwerpunkt ihrer Arbeit. Und natürlich trägt es sicherlich auch zur wirtschaftlichen Belebung der Offenbacher Innenstadt bei, wenn Patientinnen und Patienten und deren Begleitpersonen ins Zentrum der Stadt kommen“, so der Minister.

Anlaufstelle für Patienten aus Stadt und Region
Die neue Praxisklinik in Offenbach ist ein Kooperationsprojekt der Anästhesie Rhein-Main und der Fachärzte Rhein-Main – beide gehören zum Netzwerk der Emma Klinik. Sie wird Anlaufstelle für Patienten aus der Stadt Offenbach und der gesamten Region sein. Die Fachärzte Rhein-Main hatten bereits seit 2008 eine Praxis in der Ziegelstraße 33 und seit 2015 eine weitere Praxis im Stadthof 1. Im KOMM wurden diese beiden Praxisstandorte zusammengeführt und an die Praxisklinik angegliedert. „Wir können unsere Patienten am neuen Standort nicht nur untersuchen, sondern, falls nötig, auch ohne lange Wege und Wartezeiten operieren“, betont Volker Heuzeroth, Geschäftsführer der Fachärzte Rhein-Main. Gemeinsam haben die Kooperationspartner rund 1,5 Millionen Euro in das Projekt investiert.
„Neben neuester Technik ist uns beim Bau der Praxisklinik aber auch die Atmosphäre enorm wichtig“, betont Wiederspahn-Wilz. „Wir wollen, dass sich unsere Patienten wohl fühlen, denn das ist eine nicht zu unterschätzende Komponente beim Heilungsverlauf. Aus diesem Grund erstrahlt die Einrichtung in hellen und freundlichen Farben. Außerdem wird der Innenhof zu einer grünen Oase“, ergänzt Dr. med. Wiederspahn-Wilz.

Ambulante Operationen liegen im Trend
„Der Trend zu ambulanten Operationen wird immer stärker. Seit 2002 hat sich die Zahl bundesweit verdreifacht“, erläutert Volker Heuzeroth. Dank des medizinischen Fortschritts in der Narkose- und Operationstechnik können sich Patienten heutzutage, nach einer Operation, zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung erholen. Das wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus, senkt das Infektionsrisiko mit Krankenhauskeimen und erspart den Krankenkassen Kosten. Ambulant operierte Patienten sind sehr zufrieden mit der Behandlung und Operation. Nach einer Studie der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns bewerten 97 Prozent der Befragten ihre ambulante Operation als ‘sehr gut’ oder ‘gut’. 96 Prozent würden sich wieder ambulant operieren lassen. „Diese Zahlen decken sich mit den Patientenumfragen im Rahmen unseres Qualitätsmanagements im Netzwerk der Emma Klinik“, erklärt Heuzeroth weiter.

Ambulant-stationäre Vernetzung
„Ambulant können wir dann operieren, wenn der Patient nicht unter schwerwiegenden Begleiterkrankungen leidet“, erklärt Dr. med. Wiederspahn-Wilz. Auch müsse gewährleistet sein, dass sich zumindest bis zum folgenden Tag eine Person zur Betreuung des Patienten in dessen Haushalt aufhält. Wo dies nicht der Fall ist, wird der Patient in der Emma Klinik in Seligenstadt oder einem der Partnerkrankenhäuser von den Fachärzten des Netzwerks operiert und stationär aufgenommen. Unter anderem deshalb arbeiten die Fachärzte Rhein-Main und die Anästhesie Rhein-Main eng und vertrauensvoll mit Kliniken in der Rhein-Main-Region zusammen. „Offenbach wird Teil eines erfolgreichen Modellprojektes der ambulant-stationären Vernetzung, wie sie im Gesundheitswesen schon lange gefordert, aber bisher in Deutschland nur selten umgesetzt wurde“, so Volker Heuzeroth.